Schüler lernen die Spielregeln der direkten Demokratie

Projektwoche Mai 2009: Bundesrätin Roth Dreifuss (1993-2002) übernahm in der Nationalratssession "Schulen nach Bern" die Rolle des Bundesrats.

(Medienmitteilung vom 8.2.2010) 

Siebt – Neuntklässler erfahren im Rahmen einer politisch unabhängigen Projektwoche in der Bundesstadt Bern die nationale Politik. Die Schüler lernen im Rahmen eines Planspiels das politische System der Schweiz kennen und werden für die Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert. Die Projektverantwortlichen hoffen, dadurch das Interesse für Politik bei den Jugendlichen schon früh zu wecken.

Nachdem im Jahr 2009 erfolgreich eine Pilotwoche durchgeführt worden war, führt der Verein künftig im Frühling und Herbst jeweils zwei Projektwochen durch. Ab 2012 soll die Projektwoche ein festes Angebot für Schweizer Schulen werden.

Projekt
Fünf Schulklassen aus verschiedenen Kantonen und Sprachregionen nehmen jeweils an einer Projektwoche teil. In einer Vorbereitungsphase erarbeiten die Schulklassen die Grundlagen des politischen Systems der Schweiz und bereiten sich auf das Planspiel in der Bundesstadt vor. Jede Klasse reicht eine Volksinitiative mit 100 Unterschriften ein und bildet anschliessend eine politische Partei (ohne Bezug zu real existierenden Parteien). In Bern werden die Initiativen in Fraktionen und Kommissionen behandelt und zum Schluss in der Nationalratsdebatte diskutiert und verabschiedet.
Nebst Einblicken in die Höhen und Tiefen der Politik inklusive einem Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses, treffen sie einen Parlamentarier des eigenen Kantons, machen einen eigens für sie konzipierten Stadtrundgang und lernen beim Besuch einer Botschaft das politische System eines anderen Landes kennen.

Lehrmittel
Ein speziell für das Projekt „Schulen nach Bern“ entwickeltes Lehrmittel bereitet die Schülerinnen und Schüler auf ihre Aufgabe innerhalb des Projektes vor. So geht es in dem Lehrmittel um Institutionen und politische Prozesse. Die beiden Hauptautoren Martin Fenner (Dozent Pädagogische Hochschule Bern, Bereichsleitung Fachdidaktische Stellen) und Daniel Moser-Léchot (Dozent für Geschichte und Geschichtsdidaktik PH Bern) sind Mitglieder des Vorstands des Verein „Schulen nach Bern“.

Teilnehmende Klassen
Folgende Klassen machen im Februar 2010 mit:

15. – 19. Februar:
- Klasse IIb, Schule Uetendorf /BE
- 2. Klasse der Oberstufe Bühler /AR
- 3. Sekundarschule der Kreisschule Surbtal, Lengnau /AG
- Klasse 9M01 Collège secondaire Les Cerisiers, Gorgier /NE
- Klasse 9ma1 CSVR La Fontenelle Classe, Cernier /NE

22. – 26. Februar:
- 4a und 4c der Kreisschule Mutschellen, Berikon /AG
- 3a und 3b der Schule Gersag 1, Emmenbrücke /LU
- 3 G OS Düdingen /FR
- 9 MA1 Ecole secondaire Le Locle, Le Locle /NE