(Mit Teilnahme einer Schulklasse aus Baar, Bellinzona, Möhlin, Gais und Sion)
Am 11. Mai beginnt die erste Staatskundewoche „Schulen nach Bern“. An der Eröffnungsfeier spricht Bundeskanzlerin Corina Casanova zu den Jugendlichen, die am nächsten Tag ihre Initiativen einreichen. Höhepunkt der Woche ist die Nationalratsdebatte vom Donnerstag mit Bundesrätin Ruth Dreifuss (1993 – 2002).
Jugendliche lernen die politischen Prozesse kennen und gehen den Weg einer Initiative; von der Unterschriftensammlung bis zur Debatte im Nationalrat. Die fünf teilnehmenden Schulklassen aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden (Gais), Aargau (Möhlin), Tessin (Bellinzona) und Wallis (Sion) haben eine Initiative gestartet und 100 Unterschriften gesammelt. Am Dienstag, 12. Mai reichen sie die entsprechenden Initiativen bei der Bundeskanzlei ein. Die Themen: Freie Bahnfahrt für Jugendliche, Schutz des Trinkwassers, freiwilliger Militärdienst, 12 autofreie Sonntage jährlich und Sport in der Schule.
Die Initiativen sind Teil des erstmals durchgeführten Planspiels „Schulen nach Bern“. Die Idee dahinter: Jugendliche sollen Staatskunde real erleben. In Rollen als Vertreterin oder Vertreter einer Partei, als Parlamentarier, Kommissionsmitglied oder –präsident setzen sie sich für ihre Anliegen ein. Einige Schülerinnen und Schüler übernehmen während der Projektwoche die Rolle von Medienschaffenden. Die Resultate der Mediengruppe werden während der Woche in einer Webzeitung publiziert. Höhepunkt und Abschluss der Woche bildet die Debatte am Donnerstag, 14. Mai, im echten Nationalratssaal. Christoph Lanz, Generalsekretär der Bundesversammlung eröffnet die Debatte. Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss übernimmt die Rolle als Vertreterin des Bundesrates.
Nachhaltige Politarbeit mit Modellcharakter
Bereits vor der Pilotwoche haben die Schülerinnen und Schüler das politische System der Schweiz kennen gelernt. Eigens für das Projekt wurde ein dreisprachiges Handbuch entwickelt. Während der Pilotphase wird dieses Lehr- und Arbeitsbuch evaluiert, so dass für den weiteren Einsatz allfällige Verbesserungen vorgenommen werden können, und damit ein Standardwerk für den Staatskunde-Unterricht auf Sekundarstufe I auf den Lehrbuch-Markt kommt. Ab 2010 sollen jährlich sechs Projektwochen stattfinden. Einzigartig am Projekt «Schulen nach Bern» ist nicht nur die Art der Vermittlung politischer Inhalte, sondern auch die Mehrsprachigkeit, welche die tatsächlichen geopolitischen Verhältnisse in der Schweiz spiegelt.
Breit abgestützte Trägerschaft
Träger des Projekts «Schulen nach Bern» ist der gleichnamige Verein unter dem Vorsitz der ehemaligen Berner Regierungsrätin Dora Andres. Unterstützt und gefördert wird das Projekt durch die AVINA Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, die Stiftung Mercator Schweiz, die Gottfried und Ursula Schäppi-Jecklin Stiftung, die Berner Kantonalbank und Beiträgen aus den Lotteriefonds von 18 Kantonen.
Weitere Informationen:
Dora Andres, Tel. 079 344 66 44, dora.andres@schulen-nach-bern.ch
